Böswilliger Cyberangriff auf die M6-Gruppe
Am Samstag, den 12. Oktober 2019, wurde die M6-Gruppe Opfer eines „böswilligen Cyberangriffs ”, wie Nicolas de Tavernost bekannt gab.
Zur Erinnerung: Zur Gruppe gehören die folgenden Fernsehsender: M6, W9, Paris-Première, 6ter, Téva, Gulli, Canal J, TiJi, M6 music, M6 boutique, MCM, Série Club, RFM TV sowie deren Replay-Dienst 6play. Aber auch die Radiosender RTL, RTL2 und Fun Radio gehören dazu.
Dieser Angriff hatte also erhebliche Auswirkungen auf das französische Fernsehen und Radio.
Die Journalisten wurden angewiesen, ihre Computer nicht mehr einzuschalten und keine Anrufe mehr über ihre geschäftlichen Telefonleitungen zu tätigen. Ihre Devise: Für den Austausch mit Kollegen sollten sie vorrangig Instant Messaging auf ihren Smartphones nutzen.
Diese Blockaden lassen vermuten, dass es sichum einen Ransomware-Angriff handeln könnte.
M6, Opfer von Phishing
In seinem Artikel führt Mag It Details an, die darauf hindeuten, dass die Infektion auf ein früheres Problem zurückzuführen sein könnte. „Der Angriff begann offenbar […] mit der Kompromittierung eines ersten Benutzerkontos der Gruppe im Juli durch eine bösartige E-Mail.“ Dies hätte die Verbreitung mehrerer Trojaner-Viren ermöglicht.
Am Morgen des 14. Oktober werden sofortige Besprechungen organisiert. Jede Abteilung versucht, ihre Teams zu beruhigen und ihnen die richtigen Maßnahmen zu vermitteln.
Die M6-Gruppe hat keine weiteren Details zur möglichen Ursache dieses Angriffs bekannt gegeben. Sie setzt jedoch die Ausstrahlung ihrer Programme fort.
Niemand weiß jedoch, wie lange die Programme der Gruppe noch gesichert sind.
Wie die Führungskräfte erklärten: „Dank des schnellen und effizienten Eingreifens unserer Cybersicherheitsexperten konnten wir weiterhin die reibungslose Ausstrahlung der Programme auf allen unseren Fernseh- und Radiosendern gewährleisten.“
Nach Angaben der Geschäftsleitung könnte sich die Lage ab Donnerstag verschärfen, sollte der allgemeine Ausfall weiter andauern. Der Angriff scheint also noch nicht vollständig unter Kontrolle zu sein.
Dass die Gruppe die Ausstrahlung ihrer Programme aufrechterhalten konnte, liegt daran, dass die Infektion offenbar nur die Bürosysteme betroffen hat.
Laut Le ParisienM6 erklärt, dass die Wetterkarten vor und nach den Nachrichtensendungen am Samstag nicht geladen werden konnten.















