Cyberangriff legt Gemeinde Mitry-Mory lahm
Bei der Reihe von Cyberangriffen auf Gemeinden blieb auch Mitry-Mory nicht verschont.
Samstag, 18. Juli: Die Stadt erwacht mit einer durch einen Ransomware-Cyberangriff lahmgelegten IT-Infrastruktur. Hacker sind in das Netzwerk des Rathauses eingedrungen. Dateien und Datenbanken sind verschlüsselt, sodass das System nicht mehr normal funktionieren kann.
Ab dem folgenden Montag setzt das IT-Team von Mitry-Mory alles daran, die Ausbreitung dieses Cyberangriffs einzudämmen.
Diese Art von Situation wird jedoch immer häufiger und verbreiteter.
Dieser „massive und weitreichende“ Cyberangriff auf Mitry-Mory hat erhebliche Schäden verursacht. Netzwerke und Software sind blockiert. „Ein Teil der auf den Servern gespeicherten Daten ist verloren gegangen. Wir haben jedoch bereits eine Reihe von Elementen identifiziert, die wiederhergestellt werden können”, erklärt Charlotte Blandiot-Faride, Bürgermeisterin von Mitry-Mory. Nach Angaben ihres Kabinetts handelt es sich dabei vor allem um „persönliche Notizen für die Arbeit, die für uns im Rathaus nützlich sind” (Quelle: Ouest-France).
Darüber hinaus hat die Gemeinde Mitry-Mory Anzeige erstattet. Sie hat sich entschieden, das von den Hackern geforderte Lösegeld nicht zu zahlen.
Ende Juli war die Stadtverwaltung jedoch immer noch „nicht in der Lage, E-Mails zu versenden oder elektronische Anfragen und Verfahren zu bearbeiten”. Der einzige Kontakt erfolgte per Telefon.
Es sei darauf hingewiesen, dass viele der von Cyberkriminellen gestohlenen Daten besonders wertvoll sind und im Dark Web sehr gefragt sind. Zu diesem Zweck gehören Kommunen zu den bevorzugten Zielen von Hackern. Denn es steht viel auf dem Spiel: Personenstandsdaten, Plattform für öffentliche Aufträge, Schul- und außerschulische Unterlagen ... Ein Beispiel sind die Daten einer Gehaltsabrechnung: vollständiger Name, Adresse und Sozialversicherungsnummer. Kurz gesagt, Informationen, die für Hacker, die sich auf Phishing spezialisiert haben und bereit sind, sie zu Geld zu machen, um ihre Verbrechen zu begehen, äußerst profitabel sind.
Die ANSSI warnt die Gebietskörperschaften, sich vor diesen Cyberangriffen zu schützen.
Der Cyberangriff auf die Stadt Mitry-Mory ist leider keine Ausnahme.
Zahlreiche Großstädte sind Ziel von Cyberangriffen mit Ransomware. Angesichts des exponentiellen Wachstums dieser Cyberbedrohung gibt die ANSSI mehrere Sicherheitsempfehlungen heraus.
Darüber hinaus gibt die Behörde Hinweise, wie man sich vor der immer weiter verbreiteten Ransomware schützen kann. Dazu gehören grundlegende Maßnahmen, die dem gesunden Menschenverstand entsprechen, wie beispielsweise:
- Regelmäßige Datensicherungen durchführen.
- Software regelmäßig aktualisieren.
- Bevorzugen Sie ein Benutzerkonto für den allgemeinen Gebrauch.
- Seien Sie vorsichtig bei E-Mail-Absendern, deren Herkunft oder Form zweifelhaft erscheint.
- Vertrauen Sie keinen verdächtigen Anhängen und Links.
















