Ransomware bei Eurofins?
Eurofins, eine renommierte Gruppe von Analyselabors, die sich auf die Bereiche Lebensmittel, Pharmazie, Umwelt und medizinische Biologie spezialisiert hat, wurde Anfang Juni 2019 Opfer einer Ransomware-Attacke.
Bei dieser Art von Cyberangriff mit Ransomware werden die Computerdaten der Organisation gesperrt und anschließend ein Lösegeld für deren Freigabe gefordert.
Die Gruppe gibt nicht an, ob sie das Lösegeld gezahlt hat.
Auf jeden Fall ist es dringend davon abzuraten, zu zahlen, wenn Sie Opfer einer solchen Attacke geworden sind. Denn es gibt keine Garantie dafür, dass Sie Ihre Daten zurückerhalten! Es kommt sogar immer wieder vor, dass anschließend auch Ihre Bankdaten gehackt werden.
Das Bioanalyse-Unternehmen hat die Auswirkungen dieses Angriffs heruntergespielt, ohne jedoch solide Sicherheitsgarantien zu geben.
Was ist mit den Daten von Eurofins?
Dieses Unternehmen verfügt über Daten zu fast allen Europäern. Eurofins analysiert pharmazeutische Produkte und Kosmetika, erstellt aber auch medizinische Analysen nach Gesundheitsuntersuchungen.
Zur Erinnerung: Die DSGVO (Datenschutz-Grundverordnung) giltfür alle Organisationen mit Sitz im Gebiet der Europäischen Union.
Eurofins gibt bekannt, den Angriff schnell abgewehrt zu haben. Der Konzern räumt jedoch ein, keine Beweise dafür zu haben, ob Daten auf einen unbekannten Server übertragen wurden oder nicht. (Quelle: BFM RMC Bourdin Direct).
Welche Verluste sind mit Ransomware verbunden?
Diese Ransomware, der Eurofins zum Opfer gefallen ist, hat zum Ausfall der IT-Systeme geführt. Der Halbjahresgewinn ist dadurch um 35 % gesunken.
Gilles Martin, CEO der Gruppe, erklärte: „Mehrere Labore der Gruppe wurden am 2. Juni 2019 leider von einem schweren Cyberangriff getroffen, der einige Aktivitäten von Eurofins im Juni erheblich beeinträchtigte und vorübergehend ihre finanzielle Leistungsfähigkeit beeinträchtigte.“
Eurofins hofft daher, eine Entschädigung von seinen Versicherungen zu erhalten. Damit möchte das Unternehmen die durch diesen Angriff entstandenen finanziellen Verluste ausgleichen.
Die Auswirkungen auf den Umsatz werden derzeit auf 62 Millionen Euro geschätzt.
Die Rückkehr zur Normalität ließ sich für die meisten Vorgänge in den betroffenen Labors mehr als zwei Wochen lang warten.
















